Sieben: Niemand wird andauernd glücklich

Die meiste Zeit der Wissenschaft rund um das Fleischding in unserem Kopf, beschäftigten sich Wissenschaftler eher mit der Frage, was Leid in uns auslöste und nicht mit dem Thema Glück. Bei Freud ging es um Penisse, bei Jung um unsere „Schatten“, bei Buddha um Störgefühle und Nietzsche war komplett durch den Wind und wusste selbst nicht so wirklich, wie man das ganze halbwegs verständlich erklären könnte.
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Deshalb gaben Wissenschaftler einer großen Gruppe Menschen einen Pager (die Dinger, die piepsen). Wann immer der Pager piepste, mussten sie zwei Fragen beantworten: „Auf einer Skala von 1-10, wie glücklich bist du gerade?“ und „Was ist in deinem Leben passiert?“ Über 1000 Aufzeichnungen wurden gesammelt und das Ergebnis war zugleich spannend und langweilig: Fast immer wurde die Zahl „7“ als Einschätzung genannt. Milch holen: 7. An der Ampel stehen: 7. Sogar schreckliche Dinge, wie die Mutter zum Grabe tragen: 7. Niemand ist andauernd glücklich, doch auch niemand ist andauernd unglücklich. Die Dinge sind anscheinend immer okay, aber sie könnten auch besser sein, oder?
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Unser Gehirn hat uns mit vielen Tools des Ausgleichs ausgestattet, die Leid, aber auch Glück, automatisch wieder einpendeln. Wir rennen zwar immer in Richtung 10, aber landen wieder bei 7. Beobachte das mal und dann höre auf damit, es ist echt sinnlos. Gleichzeitig wirst du aber auch wissen, dass du, egal wie beschissen es dir geht, du immer wieder bei 7 landest. Manchmal hilft nur warten. Oder meine Bücher lesen.