Mehr Ich

Ich falle mit der Tür ins Haus: Wir sind alle egoistische Ärsche, manche mehr, manche weniger.

Unser Gehirn interessiert sich nicht für andere und wenn dann dafür, sein Bedürfnis nach sozialer Befriedigung zu erfüllen.

Wir nutzen andere unbewusst aus, um das zu bekommen, was wir wollen.

Wir gehen unangenehmen Situationen aus dem Weg, um nicht mit Negativem/Streit konfrontiert zu werden.

Wir denken nur an uns.

Andauernd.

Entweder wollen wir unsere Bedürfnisse befriedigt haben oder Schmerz vermeiden.

Das ist unser Leben.

Deshalb interessiert es auch traurigerweise niemanden, wenn wir uns beklagen, wie schlecht es uns geht.

„Aber meine Freunde hören mir doch alle zu Marius.“

Ja. Tun sie. Um ihre Bedürfnisse zu befriedigen. Wenn wir hören, wie schlecht es anderen geht, geht es uns besser. Weil wir spüren, dass wir nicht alleine sind, dass ja auch andere Schmerzen haben oder dass es anderen schlechter geht als uns und dadurch geht es uns besser.

Schon wieder geht es nur um uns.

Und das ist in Ordnung. Es ist eine Erleichterung.

Es kann dir auch helfen, anderen nicht über deine Bedürfnisse hinaus zu helfen, denn im Endeffekt ist es ihnen egal, ob du dadurch eine Depression bekommst oder unglücklich wirst.

Denke an dich. Erfülle deine Bedürfnisse. Sei eigensinnig. Und lasse andere sich unwohl fühlen.