Ich-Bewusstein: Eine wichtige Erklärung

 

„Ich glaube, die traurigsten Menschen versuchen immer ihr bestes, andere glücklicher zu machen, denn sie selbst wissen es am besten, wie es ist, sich absolut wertlos zu fühlen und sie wollen nicht, dass sich irgendjemand anderes genauso fühlt.“
– Robin Williams

Was Williams beschrieb ist Ausdruck eines Ich-Bewusstseins, mit eher positiven Konsequenzen für andere. Ich-Bewusstsein ist der Blick nach innen, auf all unsere falschen Fehler, Überzeugungen und Wahrnehmungen von uns selbst, oftmals nur die Negativen. Peterson beschreibt es so:

„Wir wissen um unsere Schutzlosigkeit, Endlichkeit, Sterblichkeit. Wir empfinden Schmerz und Selbsthass, Scham und Entsetzen. Wir wissen, welche Angst, welches Entsetzen man uns bereiten kann. Aber dadurch wissen wir auch, wie man an anderen Angst macht. Wir wissen, wie es sich anfühlt, nackt zu sein, und wie Nacktheit von anderen ausgenutzt werden kann. Aber das heißt, wir wissen auch, wie sich andere in so einer Situation fühlen und wie man die Nackthheit anderer als Waffe benutzt.“

Das Wissen darüber hilft uns, unsere eigenen Dämonen nicht gegen andere zu verwenden, nur „um des Schmerzes willen“. Und wir wissen auch, dass andere ihre Dämonen gegen uns richten, weil sie wissen, wie sich ihr Schmerz anfühlt. Das lässt Raum für Vergebung.