Die Teufel der anderen sind auch deine eigenen

Wurden wir von Menschen erzogen und haben wir in unserer Vergangenheit Menschen um uns gehabt, die uns Schaden zugefügt haben, halten wir Menschen grundsätzlich für böse.

Dieser Hass trennt uns von ihnen und nährt den Teufel in uns.

Gleichzeitig, während wir unsere Sicht ausschließlich auf andere und deren Boshaftigkeit richten, fällt uns unsere wachsene Boshaftigkeit nicht auf. Mit steigender Wahrnehmung der „Teufel“ anderer, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass wir unsere eigenen erkennen, die dadurch immer größer werden.

„Die anderen, das sind die Bösen. Ich bin gut. Mir wurde Böses angetan. Ich bin der Gute.“

Wir projezieren unsere steigende Boshaftigkeit auf andere, während wir sie gleichzeitig verdrängen.

Um einen Funken Hoffnung zu wahren, glauben wir „an das Gute im Menschen“.

Wir werden potenzielle, naive Opfer, von anderen in unserer Gutgläubigkeit missbraucht zu werden.

Fast schon prophezeiend steigt dadurch unser Zorn, unser Hass, unsere Wut.

Das Gegenteil dessen, was Fluch ist, ist hier der Segen. Nach innen zu schauen, deine eigene Boshaftigkeit zu erkennen, befreit dich nicht von ihr. Du befreist dich von ihr. Du erhältst die Macht über deine inneren Teufel zurück. Denn alles, was wir bewusst wahrnehmen, verliert seine Kontrolle über uns.

Du wirst andere vielleicht immer nur sofort als boshaftig verurteilen, bevor du erkennst und akzeptierst, dass auch du böse Anteile in dir trägst. Unsere Psyche leugnet gerne die Anteile in sich selbst, indem sie es anderen auferlegt. Da in uns Böses dann erschaffen wurde, als die Wut und der Hass gegen Menschen, die uns Schaden zugefügt haben, wuchsen, findet unsere Psyche immer wieder „Stellvertreter“ für dieses Böse im außen.

Und so wenig du das akzeptieren möchtest, aber es sind die Anteile, die du bei anderen verurteilst, die du, in gleicher oder abgewandelter Form, selbst in dir trägst.

Die Teufel der anderen sind auch deine eigenen.