Der privilegierte Mensch (oder: warum wir unglücklich sind)

Du bist einer der priviligiertesten Menschen, die jemals gelebt haben.

Du bekommst Wissen, Nahrung, Schutz, Unterhaltung und alles, was du möchtest, auf Knopfdruck.

Doch bist du glücklich?

Wenn du dich nicht entscheidest, was du opfern musst, was du aufgeben musst, was du ignorieren musst, was du hinter dir lassen musst, stemmst du dich gegen das, was deine Vorfahren waren, gegen das, was in deinen Genen steckt.

Du stemmst dich gegen Wachstum und Fortschritt. Du stemmst dich gegen eine Last, die du tragen musst, weil dir alles deine scheinbare Last abnimmt. Du hast nichts mehr zu tragen. Du lebst nur vor dich dahin. Du überlebst. Wo bleibt da die Rechtfertigung für dein Leben?

Ein Kapitän fährt sein Schiff.

Ein Koch kocht Gerichte.

Ein Sänger singt Lieder.

Was ist deine Bestimmung?

Nur zu überleben?

Nur in den Tag zu leben?

Jeden Tag?

Immer wieder?

Wunderst du dich wirklich, dass du mit dieser Einstellung unglücklich bist?

Was musst du aufgeben, um zu bekommen, was du wirklich möchtest?

Jeden Tag ein bisschen, Schritt für Schritt, bis zu deinem Tod.

Deine Existenz erwartet etwas von dir.

Du wirst gebraucht.

Sei jemand.

Oder sei niemand.