Da bin ich nun. Ziemlich genau 2 Jahre, nachdem ich angefangen habe, Buddhismus und verwandte Lehren zu leben. Täglich habe ich mein Leben und meinen Verstand beobachtet. Ich habe Störgefühle aufgelöst, nicht alle 84.000, aber einige. Ich habe verziehen. Ich habe ewigen Kontakt mit meinem inneren Kind aufgebaut. Ich habe durch tausende Stunden Meditation gelernt meine Gedanken einfach wahrzunehmen, mein ganzes Selbst einfach wahrzunehmen. Ich habe meine Vergangenheit als niemals wiederkehrendes Konstrukt von Zufällen und Schutzstrategien, meine und die der anderen, hinter mir gelassen. Die Zukunft ist für mich genauso irrelevant, ich erschaffe meine Gegenwart, indem ich IMMER zuerst an mich denke und dann mit den restlichen Energien...

  Darwin beschreibt, dass nur die Spezies überlebt, die sich den Umständen am besten anpassen kann. Hawking erklärt, dass sich die Wahrscheinlichkeit einer „intelligenten“ Spezies, wie der Mensch, sich durch Selbstzerstörung auszulöschen steigt, je schneller ihr allgemeiner Fortschritt ist. Alle 40 Jahre verdoppelt sich die Anzahl der Menschen auf diesem Planeten. Um alle Bücher zu lesen, die es gerade auf der Welt gibt, bräuchte man mehrere tausende Jahre. Nicht diejenigen, die mit der Gesellschaft und dem Fortschritt mithalten, werden überleben, sondern diejenigen, die sich nicht anpassen. Dieser Zustand ist in der Geschichte unserer Spezies einmalig, sie widerspricht völlig unseren Genen. Die Wissenschaften...

  Ich sitze gerade am Rhein, mein Handy in der Hand, die Sonne im Gesicht. Und habe eine existenzielle Krise. Okay, keine Sorge. Das ist bei mir keine Seltenheit. Wer sich mit den tiefen, ekelhaften Fragen des Lebens beschäftigt, wer seinen inneren Schweinekramm akzeptiert, die Beziehung zu seinen Eltern geklärt, die Angst vor dem Tod überwunden, seine eigene Unwichtigkeit akzeptiert hat, muss damit Leben, zwischendurch mal ein wenig Verzweiflung zu trinken. Das ist fern von Depressionen mit Suizidgedanken. Es ist anstrengend. Anders anstrengend. Es gibt keine Medikamente dagegen und irgendwann erreicht man einen Punkt, an dem es auch keine Antworten mehr gibt. Da...

  Unser Gehirn ist dazu in der Lage, sich innerhalb von einer Gruppe von 30-60 Menschen zu sozialisieren und euer Überleben mit Fleisch, Früchten und Gemüse zu sichern. Heute sind wir für den Tod von Tieren durch Massentierhaltung, den Klimawandel durch schlichtweg alles was wir tun verantwortlich und Schuld. Wegen uns sterben Tiere, Pflanzen und unsere Nachfahren. Wir haben Terror, Vergewaltigungen, Folter, Kindesmissbrauch, Vergleich mit Menschen denen es „besser“ geht als uns. Ständige Ablenkung durch unsere „Smart Gadgets“, Werbung, die uns den nächsten „Dopaminkick“ verspricht. Wir schwanken zwischen Schuld, Scham, Existenzängst, Ablehnungsangst, sozialer Angst, Hass, Wut auf der einen Seite und ständige...

Es war einmal ein junger Mann. Er war 17 Jahre alt. Er rannte von Arzt zu Arzt. In 4 Jahren etwa 100 Mal. War er schwer krank? Nein. Hatte er eine Behinderung? Nein. Musste er dauerhaft versorgt werden. Nein. Konnten die Ärzte die Probleme finden? Nein. Der junge Mann klagte über unterschiedliche Beschwerden: Kreislaufprobleme, Kopfschmerzen, Nackenschmerzen, Sodbrennen, Herzprobleme, Atemprobleme, Schwindel. Hatte er eine unheilbare Krankheit, die nicht entdeckt wurde? Nein. Die Beschwerden konnten von den Ärzten super behandelt und untersucht werden: Kreislauf → Vitaminpräparate, Röntgen der Wirbelsäule Kopfschmerzen → Ibuprofen, Computertomographie, Aspirin Nackenschmerzen → Physiotherapie, Wärmesalben, Schmerzmittel, Muskelrelaxantien, Massage, Wärmepflaster, Massagegeräte, Sport Sodbrennen → Magenspiegelung, Blocker Herzprobleme → EKG, Betablocker Atemprobleme → Lungenfunktionstests, Ultraschall Toll, welche Mittel die Pharmaindustrie hatte … Doch irgendwie ging es...

Ich sitze in einer Familienaufstellung mit meiner Therapeutin. Monate später werden sich diese Therapiestunden als die herausstellen, die das Verhältnis zu meinen Eltern entscheidend veränderten. “Warum haben Sie diese Muschel gewählt?”, fragt meine Therapeutin mit Blick auf den runden Tisch vor uns. Ich habe eine Kiste mit kleinen Gegenständen auf dem Bein stehen: Legosteine, Holzsteine, Muscheln. Alle in völlig unterschiedlichen Formen. Ich habe eine kantige, kleine Muschel ausgesucht und auf den Tisch gestellt. Sie repräsentiert meine Mutter. “Hmm…”, überlege ich, “irgendwie habe ich sie nie richtig verstanden. Sie hat viele Facetten, ist unnahbar. Es tut manchmal weh, ihr Nahe zu kommen, doch gleichzeitig...

Ängste werden gesellschaftlich nicht akzeptiert. Ganze Industrien bauen darauf auf, dass wir Angst haben und sie nutzen diese Angst für ihre Profite. In Beziehungen jeglicher Art vermeiden wir es, über unsere Ängste zu reden und sind stattdessen besoffen, bekifft, von Filmen abgelenkt, wütend oder übertrieben glücklich, aber Hauptsache nicht ängstlich. Wieso gehen wir damit den schlimmsten Fehler ein? Wieso sollten wir damit aufhören, unsere Ängste wie etwas zu behandeln, dass aus unserem Körper entfernt werden sollte, wie ein Tumor? Die Antwort will niemand hören. Die Angst als edles Gift Dein Körper beseitigt Gifte nicht, indem er ihre Namen kennt. Um zu versuchen, Furcht oder...

  Ich sterbe…. irgendwann…. und das ist vollkommen in Ordnung! In den letzten Jahren entwickelte sich nach einer anfänglich panischen Angst (wortwörtlich….ich hatte tatsächlich Angst, im Schlaf zu sterben, weshalb ich sogar einmal sieben Tage wachgeblieben bin), eine freundliche Beziehung dem Tod gegenüber. Ich lehne ihn nicht mehr ab, sehne mich natürlich auch nicht danach. Ein schöner Mittelweg, oder?! Ich verbinde die Freuden des Lebens, die im Moment stattfinden, mit der Akzeptanz der Vergänglichkeit. Ich weiß, dass es jeden Moment vorbei sein kann. Das schockt mich nicht, denn ich genieße den Moment in meiner vollumfänglichen Präsenz. Ich lebe nicht in einer gebückten Haltung, aufmerksam, wann der Tod nun eintreffen...

  Wir stehen täglich vor einer Masse an Situationen, die unsere Reaktion erfordert. Manche davon sind schmerzhaft, manche weniger. Klar ist allerdings, dass das Leben uns immer wieder vor Herausforderungen stellt, unabhängig davon, in welchem Beruf wir arbeiten, in welchem Land wir leben oder wie wir finanziell aufgestellt sind. Der Stoizismus, eine antike Lehre, die auf den Sammlungen von Marcus Aurelius und Seneca aufbaut, gibt uns viele Hilfsmittel in die Hand, wie wir nicht nur mit kleinen, sondern auch mit Situationen umgehen können, bei denen unsere Welt unterzugehen scheint. Kombiniert mit dem Prinzip der Hingabe aus dem Buddhismus habe ich eine 4-Schritte-Anleitung erstellt,...

  Ständig lernen wir neue Dinge, deren Wichtigkeit wir für enorm halten. Wir verbringen über 10 Jahre in der Schule, um in eine Richtung gelenkt zu werden, in die andere uns lenken wollen. Doch wollen wir das? Willst du das? Ist es das, was dich glücklich macht? Ich habe die letzten Jahre immer mal wieder ein paar Erkenntnisse aufgeschrieben, die mich haben aufwachen lassen. Niemand hat mich das gelehrt, was ich hier schreibe. Ich habe es selbst, teilweise extrem schmerzhaft, erfahren und möchte es nun mit dir teilen. Aber sei gewarnt: Es WIRD dein Leben ENORM verändern, wenn du dir die folgenden 100...