Alle Informationen zu CBD-ÖL

Alle Informationen zu CBD

Sicher hast du schon einmal von CBD gehört. Doch was ist CBD eigentlich? Und wie kann es gegen Schmerzen, Ängste, Fibromyalgie und mehr helfen?

In diesem Artikel möchte ich meine persönliche und berufliche Erfahrung aufzeigen. Außerdem zeige ich dir, welche Wirkungen CBD haben kann, wie du es am besten einnimmst und wo du das beste CBD bekommst.

Doch beginnen wir mit der Frage, die dir vielleicht grade auf der Zunge liegt:

Was ist CBD?

Cannabidiol (CBD) ist ein nicht-psychoaktive Phytocannaninoid der Hanfpflanze, das zu einem der 113 Cannabinoiden der Cannabispflanze gehört. Was heißt “nicht psychoaktiv”? Das bedeutet, dass CBD kein THC enthält, das normalerweise den bekannten Raschzustand auslöst. Dutzende Studien untersuchen bereits die weitreichenden Wirkungen von CBD, auf die wir später näher eingehen wollen.

All diese Wirkungen nutzen die körpereigenen Rezeptoren, um sich im Körper zu verbreiten. Das entdeckte Professor Allyn Howlett von der Saint-Louis-University in Missouri (USA) bereits 1987. Er fand heraus, dass Cannabidiol agonistisch mit den bereits vorhandenen Cannabinoid-Rezeptoren CB1 und CB2 interagiert. Diese beiden Rezepten ergeben zusammen das Endocannabidiol-System. 

Wie wirkt CBD? Was ist das Endocannabidiol-System?

Endocannabinoide und Rezeptoren befinden sich in verschiedenen Körperteilen. Die Organe, Immunzellen, Drüsen, das Bindegewebe und das Gehirn haben alle Endocannabinoide und Rezeptoren. Das Endocannabinoid-System ist auf Homöostase ausgerichtet. Dies bedeutet, dass es der inneren Umgebung Stabilität verleiht, unabhängig von äußeren Umweltfaktoren.

Das Endocannabinoid-System hilft bei der Regulierung von:

1. Entzündungen

Entzündung ist eine natürliche, automatische Schutzreaktion des Immunsystems aufgrund von körperlichen Schäden oder Infektionen. Die Rolle der Entzündung besteht darin, geschädigtes Gewebe und Krankheitserreger loszuwerden. Es ist wichtig, die Entzündung direkt am Ort ihrer Entstehung zu bekämpfen, um weitere Schäden zu vermeiden. Immunkrankheiten und Entzündungen sind die Folge einer unangemessenen Aktivierung des Immunsystems.

Das Endocannabinoid-System reduziert oder unterdrückt entzündliche Signale, was zu einer Linderung der Entzündung und zu einer Schmerzreduktion im betroffenen Bereich führt.

2. Hirnzellenbrand

Gehirnzellen kommunizieren in der Regel durch das Senden elektrochemischer Signale an andere Neuronen. Jedes Neuron hört auf seinen Partner und entscheidet dann, ob es sein Signal zu jeder Zeit abfeuern soll. Neuronen sollten jedoch nicht mit Signalen überlastet werden, denn dies könnte schädlich sein.

Endocannabinoid spielt eine sehr wichtige Rolle bei der Regulierung der Hirnzellenzündung. Überaktive Neuronen sind mit Endocannabinoiden verbunden. Im Gegenzug kehren die Endocannabinoide zu überaktiven Neuronen zurück, die an CB1-Rezeptoren binden und ein Neuron freisetzen, das sie abkühlt.

Was sind Cannabinoide?

Cannabinoide sind Gehirn-Neurotransmitter, die als Anandamide oder endogene Cannabinoide bezeichnet werden. Es gibt einen wichtigen Grund, warum Gehirne Cannabinoid-Rezeptoren haben. Cannabinoide fördern die Homöostase auf jeder biologischen Ebene des Lebens.

Cannabinoid-Rezeptoren befinden sich in fast allen Teilen des Körpers, speziell in den Zellmembranen. Diese Rezeptoren sind das häufigste Rezeptorsystem.

Aktivierte Cannabinoid-Rezeptoren verursachen verschiedene physiologische Prozesse. CB1-Rezeptoren befinden sich in Organen, Drüsen, Gonaden, dem Bindegewebe und dem Immunsystem.

Viele Gewebe haben CB1- und CB2-Rezeptoren, die bei der Ausführung verschiedener Funktionen unterstützend wirken. Es besteht jedoch die Möglichkeit, dass es einen weiteren Cannabinoid-Rezeptor gibt, der noch nicht gefunden wurde.

Adenosin-Rezeptoren sind zudem in der Lage, Dopamin und Noradrenalin zu blockieren. Diese Eigenschaft ist normalerweise Antidepressiva vorbehalten. Diese hemmen die Wiederaufnahme von Noradrenalin auf die nächste Synapse hemmen, wodurch die Konzentration im Gehirn erhöht wird. Dadurch wird einer gedrückten und depressiven Stimmung entgegenwirkt. 

Auch verantwortlich für eine gedrückte Stimmung ist ein Mangel an Serotonin. Ein niedriger Serotoninspiegel ist vor allem bei Menschen zu finden, die an einer Depression erkrankt sind. CBD stimuliert den 5-HT1A-Rezeptor, der zu den Serotonin-Rezeptoren gehört. Das wirkt angstlösend, schlaffördernd, lindert das Schmerzempfinden, senkt Übelkeit und kontrolliert das Hungerempfinden.

In einer Studie von 2009((Zuardi AW et al., Cannabidiol for the treatment of psychosis in Parkinson’s disease. 2009, J Psychopharmacol)) konnte zudem ein teilweiser Erfolg festgestellt werden: CBD kann anscheinend sogar bei Psychosen helfen. Hier finden noch weitere Forschungen statt. 

Warum sollte ich CBD-Öl nehmen?

CBD kann nachgewiesen helfen bei:

– Schlafstörungen
– Migräne
– Angst
– Asthma
– chronisch obstruktiver Lungenerkrankung
– restless leg syndrom (RLS)
– Muskelrelaxans
– Morbus Chrohn
– Hepatitis
– Lyme-Borreliose
– Herz-/ Kreislaufsystem
– Menopause
– Schwangerschaft
– polyzystisches Ovarsyndrom (PCOS)
– prämenstruellem Syndrom (PMS)
– Schmerzlinderung bei Endometriose
– Schilddrüsenerkrankungen
– rheumatoider Arthritis
– Alzheimer
– Parkinson-Krankheit
– Hautproblemen
– Multipler Sklerose
– Autismus
– Epilepsie
– Amyotrophe Lateralsklerose (ALS)
– essentiellem Tumor
– ADHS
– Depressionen und Suchterkrankungen
– Postttraumatische Belastungsstörung (PTBS)
– Fibromalgie
– Kraniomandibulärer Dysfunktion (CMD)
– Diabetes

(Studien: siehe hier unter “CBD-Wiki”)

Wie hoch sollte die Dosierung sein?

Die beste Anleitung zur Dosierung stammt aus dem Buch „CBD: A Patient’s Guide To Medical Cannabis“ von Leonard Leinow und Juliana Birnbaum. Leonard Leinow gründete Synergy Wellness, ein gemeinnütziges medizinisches Cannabiskollektiv in Nordkalifornien, und hat drei Jahrzehnte Erfahrung im Anbau und Studium von medizinischem Cannabis. Beide Autoren sind Spezialisten für CBD.

Step-Up Methode:

Mit Mikrodosierung, Standarddosierung oder sogar Makrodosierung starten. Dosierungen siehe hier.

 

Welche Nebenwirkungen gibt es?

Cannabidiol ist 100% pflanzlich, es gibt keine Nebenwirkungen. Ich war in einer schwierigen Situationen (Flugturbulenzen) schon auf einer Dosis, die eigentlich Chemopatienten nehmen. Die einzigen Nebenwirkungen waren, dass der Horrorfilm, den ich geguckt habe, eher langweilig erschien.

Es wurde noch nie von einem einzigen Fall berichtet, bei dem jemand an CBD oder THC verstark. THC kann zwar die Herzfrequenz erhöhen, jedoch sind CBD-Produkte mit einem Anteil von 0,2% THC hierbei unbedenklich. Schätzungen zufolge liegt die tödliche Dosis von CBD bei 20 000 mg. Was das bedeutet? Du müsstest etwa 13 Flaschen mit 1500mg Afrikanischreinem Wasser trinken, die jeweils einen Liter Flüssigkeit enthalten. Bei ein paar Tropfen zu viel passiert dir also schon nichts.

Hinweis:

Bei einer schweren Krankheit konsultiere immer einen Arzt, bevor du CBD nimmst. Die Produkte sind nicht zur Diagnose, Behandlung, Heilung oder Vorbeugung von Krankheiten, Beschwerden oder Hauterkrankungen bestimmt. Alle zur Verfügung gestellten Informationen können keine Gesundheitsberatung darstellen oder einen Arzt ersetzen.